Claim Dich dahinter – wie mein Claim in 9 Schritten entstand…

Mein erster Vorsatz fürs Neue Jahr war es intensiv an den Texten meiner Website zu arbeiten und dazu Input von einer Fachfrau zu nutzen. Gesagt getan, war meine erste Handlung am Neujahrsmorgen mir das „Cräzy Bundle“ von Judith Sympatexter Peters zu kaufen und mit dem „Claim your Business“-Kurs zu beginnen.

Und heute nur ein paar Tage später…Taaaadaaa Andrea Dannhauser proudly presents und so: ZEIT ZU WACHSEN! das isser. Ist er nicht bezaubernd? Gerade erst auf der Welt und schon mein Herz erobert…hach… Von wegen das letzte Baby hat Fell. Nee, es hat Worte.

wilde Frisur passend zum kreativen Prozess

Braindumping und Dreierkombo

Braindumping = Ausmisten a la Kondo im Gehirn?

Neun Lektionen beinhaltet der „Claim your Businesskurs und Braindumping war eine davon. Einfach alles erstmal ein paar Minuten runterschreiben, was einem zu dem bestimmten Thema einfällt, egal wie doof, es einem vorkommen mag. Und dann erstmal beiseite legen und „drüber schlafen“ ist es in Kurzform gebracht. Und ich war echt überrascht, wie viel mir einfiel. Und wie vieles davon am nächsten Morgen so gar keinen Sinn und Appeal mehr hatte. Aber macht ja nix. Im Gegenteil. Es war zumindest erstmal raus und machte damit vielleicht Platz für weitere Ideen. Fast a bissle wie Schubladen sortieren a la Marie Kondo, oder so….

Dreierkombo

Klingt irgendwie nach Mariachiband beim Mexikaner, oder? Guacamole, Tacos, Genuß! Sag ich da nur, aber nee…das isses nicht. Die Dreierkombo sollte die knackige Erklärung meiner Tätigkeiten sein, die unter den Claim gesetzt wird, da dieser ja nicht erklärend sein sollte. (weil sonst fad und nicht BÄM!) Meine Keywords sollte ich finden und dann drei auswählen.

Die Dreierkombo war eine harte Nuss für mich

Hm, da stand ich schon vor der ersten Hürde. Ich hatte so viele Keywords, die meine Arbeit ausmachen, dass ich quasi noch fünf andere „dreierkombobedürftige“ Businessfrauen hätte mit Spenden versorgen können. Windelfrei, Stillen, Eingewöhnung, Coaching, familienergänzende Betreuung allgemein, Ernährung, Selbstfürsorge, Achtsamkeit um nur mal ein paar zu nennen. Die 3 wichtigsten sollten es also sein. Eine Ortsangabe konnte ich mir zumindest sparen, da ich ortsunabhängig, weil online arbeiten kann.

Sie sollte auch nicht generisch sein, keine Alliterationen o.ä. . Mir rauchte eine ganze Weile der Kopf und phasenweise dachte ich, das wird nix mehr. Dann legte ich es erstmal beiseite und beschäftigte mich mit andern Dinge und ich glaube das war eine gute Taktik.

Tatsächlich stand die Dreierkombo erst so richtig, als dann der Claim plötzlich mit einem BÄM! in meinen Kopf kam und ich ausprobierte wie die verschiedenen Schlüsselwörter dazu passten.

Special Features, Claimbriefing und Ideenentwicklung? Hä?!

Turns out ich habe viele Special Features, über die ich nie nachgedacht habe

Über meine „Special Features“ hatte ich mir vorher noch nie so richtig Gedanken gemacht. Der waren da viele von den langen Jahren, in der ich meine Freizeit mit orientalischem Tanz verbrachte bis hin zu meiner Vorliebe für Alpakas und Islandponys. Die Tatsache, dass ich immer mindestens zwei bis fünf Bücher parallel lese und tiefstes Bayrisch sprechen kann, wenn ich will.

Oh und ich habe bereits eine Ohnezahn-, und eine Mosasaurustorte Motivtorte (letztere etwas missglückt…ganz klarer Pinterest vs. Realtiy Clash )einem Leben gebacken..

Der berüchtigte „einfache“ Mosasaurus cake – damn you Pinterest!

Nun ging es darum aus den Special Features zwei herauszupicken, die mich am meisten ansprachen.

Am meisten „gerufen“ hat mich zunächst: „Ich habe gut zwanzig Jahre Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und & Jugendlichen und in dieser langen Zeit viel gelernt. Vor Allem wie ich es NICHT will.“ und „Der gesellschaftliche Umgang mit Kindern und Jugendlichen muß sich verändern.“

Mein erstes Claimbriefing

Nun hatte ich also meine zwei Sätze aus den Special Features. Daraus wurde mein Claimbriefing, in dem ich danach fragte, wie ich das wohl am Besten in wenigen Worten ausdrücken könnte.

Dann sollte ich erstmal alles an Ideen ausspucken, was mir zu der Frage einfiel. Als ich mit also den Kopf erneut leer geschrieben hatte, gab ich die Claimbriefingfrage an ein paar Freunde und meinen Mann weiter, um weitere mögliche Claims für meine Ideensammlung zu gewinnen. Und dann wurde wieder brav, wie von Judith Peters verordnet, drüber geschlafen.

Ideenentwicklung

So sollten also Ideen für Claims entwickelt werden

Ich stürmte mein Gehirn wie irre und das meiner Familie und einiger Freunde ebenfalls. Dabei kamen auch etliche mögliche Claims raus. Sie sprudelten richtig drauf los. Das war toll. Nur irgendwie war das, was dabei rauskam aber nicht das Richtige. Keiner der Claims hatte den „Heureka!“-Effekt …oder wie mein Sohn sagen würde „Ich fühlte die einfach nicht“.

Captain Judith sagt „Dann ruder zurück!“

Also hörte ich auf meine Kapitänin, die sagte „Wenn der Claim nach den vorgestellten Kriterien nicht gut ist, geh nochmal zurück zu den vorherigen Schritten.

Wieder schaute ich mir meine Special Features an und plötzlich stach mir eines ins Auge, das ich vorher ignoriert hatte. Ich liebe Weihnachten, schmücke den Christbaum jedes Jahr erst im Februar ab und besonders liebe ich aber die Geschichte „How the Grinch stole christmas“ (in der deutschen Neuausgabe „Der Grinch – oder die geklauten Geschenke“. )

Ich LIEBE den Grinch

Ignoriert hatte ich den Satz mit dem Grinch und Weihnachten deshalb, weil ich null Verbindung zum Kern meines Geschäfts sah. Bis ich jetzt nochmal drüber schaute und mit einem Lächeln an das Buch dachte. Das Herz des Grinchs ist zu Beginn der Geschichte zwei Nummern zu klein. Am Ende wächst es und wir riesengroß.

Also musste ein neues Claimbriefing her a la „Wie drücke ich in maximal sieben Worten aus, dass ich Weihnachten und den Grinch liebe und finde, dass es Zeit ist, dass sich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen etwas ändert?

Klang erstmal strange, aber irgendwie hatte ich danach DEN Claim in Minutenschnelle und ich hab nicht nochmal drüber geschlafen, weil es Zoom, oder Bäm oder was auch immer gemacht hat.

Was soll ich sagen? Das Bild vom wachsenden Herzen, passte plötzlich perfekt. Respektvoller Umgang mit sich und anderen, lernen aus alten Mustern herauszukommen, alte Verletzungen heilen und gehen zu lassen und selbst mit den anvertrauten Kindern zu wachsen. Das war es!

Happy Birthday, dear Claim

Er war geboren der kleine Claim. Sein Name war „Zeit zu wachsen!“

Mein Claim ist geboren!
Tadaa…da war er plötzlich…mein Claim

Diese paar Worte beinhalten alles was ich in meiner Arbeit vermitteln will: Kinder benötigen Zeit zu wachsen, Wir benötigen Zeit aus veralteten Mustern hinauszuwachsen. Es ist nach so vielen Jahren voll Adultismus, Strafen, Zwängen Zeit zu wachsen in eine neue Richtung, Wachstum bedarf Liebe und einem Samen, den wir aussäen. Diese Samen möchte ich gern ausbringen bei Eltern, Großeltern und vor Allem auch pädagogischem Personal, denn es ist Zeit für unsere Kinder gesund und glücklich (auf-)zuwachsen. Und das fühle ich mal so richtig! 🙂

Bewundern kannst Du ihn demnächst auf meinen neuen Flyern und natürlich ab sofort meiner Website.

1 Kommentar zu „Claim Dich dahinter – wie mein Claim in 9 Schritten entstand…“

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