Monatsrückblick Juli 2022

Der Juli ist irgendwie immer ein sehr turbulenter Monat bei mir. Auch in diesem Jahr waren trotz der Hitze nur wenig Verschnaufpausen drin, aber ich habe Tolles erlebt und ganz spontan einen Entschluss gefasst, der sich, denke ich, positiv für mein Business auswirken wird.

Kinaesthetic Infant Handling

Ende Juli hatte ich endlich die Gelegenheit einen Kinaesthetic Infant Handling Kurs bei der wunderbaren Liane Emmersberger zu besuchen. Drei Tage lange durfte ich bei ihr lernen, wie essentiell es ist Säuglinge und Kleinkinder richtig zu bewegen. Achtsames Tragen, Absetzen und Unterstützen in ihrer Bewegungsentwicklung waren Hauptthemen des Wochenendes. Wir bewegten uns gegenseitig, übten an Puppen und studierten an uns selbst die kinasthethischen Grundbewegungen ein.

Demopuppten drapiert auf einer Matte mit Stillkissen - Übungsmaterial des KIH Kurses
Unsere Übungsbabys aus dem KIH Kurs… die echten Babys, die dabei waren zeig ich hier natürlich nicht. 🙂

Das war wahnsinnig viel Input und ich war an den Abenden nach der Fortbildung absolut k.o. Nichtsdestotrotz hab ich diese drei Tage sehr genossen. Unglaublich viel neues Wissen und eine Sensibilisierung für ungünstige Bewegungsmuster sind was zurück bleibt. Nicht zu vergessen die tollen Frauen, aus dem Kurs, die ich nun zu meinem Netzwerk zählen darf.

Ausbildung zur Stoffwindelberaterin

Nach dem Kinaesthetic Infant Handling Workshop entschied ich mich sehr spontan dazu, meinen vielen Weiterbildungen noch eine folgen zu lassen: Die Ausbildung zur Stoffwindelberaterin.

Interessiert hatte mich das Thema schon länger und mir war auch aufgefallen, dass es zum Thema Stoffwindeln viele Vorurteile gab.

Im Workshop bei Liane waren Stoffwindeln bzw. Kinder so zu wickeln, dass es der Bewegungsentwicklung nicht im Wege steht auch ein Thema. Das fand ich besonders interessant. Außerdem ist mir Nachhaltigkeit wichtig. Ich weiß aus Erfahrung, was für ein Müllberg an Windeln zusammen kommt, wenn man ein oder mehrere Kinder mit Wegwerfwindeln wickelt.

Allein was ich an Windeln in meiner Berufslaufbahn als Erzieherin gebraucht und weggeworfen habe, ist schon ein Riesenberg. Als Windelfreicoach weiß ich mittlerweile auch um die Problematik dieser speziellen Müllberge, da Wegwerfwindeln mehrere hundert Jahre bräuchten um zu verrotten und beim gezielten Entsorgen giftige Schlacke zurückbleibt, die höchstproblematisch ist.

Letztlich ist jede Wegwerfwindel, die jemals auf diesem Planeten produziert wurde, noch in irgendeiner Form auf diesem Planeten und dass finde ich erschreckend.

Als ich meine mittlere Tochter damals gern mit Stoffwindeln wickeln wollte, war das viel schwieriger als gedacht. Wir testeten uns lang durch zig Systeme machten teure Fehlkäufe und kamen null damit zurecht. Leider war Stoffwindelberatung damals noch nicht wirklich bekannt zumindest nicht in meinem Umfeld.

Daher gaben wir nach etlichen Monaten, in denen wir null damit zurecht kamen unsere Tochter zigmal täglich umziehen mussten, weil von oben bis unten nass gepieselt und Wäsche ohne Ende hatten dann auf.

Ich möchte aber Eltern, die nachhaltig wickeln möchten, gern unterstützen. Besonders für Windelfreikinder bietet sich das Wickeln mit Stoffis an. Es gibt wunderbare Abhaltemodelle, die den Prozess enorm erleichtern.

Dazu lerne ich nun also bei den Stoffwindelexperten alles über die diversen Systeme, die richtige Anwendung und Pflege. In wenigen Wochen darf ich mein Wissen dann an Eltern in Beratungen weitergeben. Ich halte Dich natürlich auf dem Laufenden, wann es soweit ist.

Babygruppen

Im Juli fanden die letzten Babygruppen vor der Sommerpause statt. Es war sehr schön, sich mit den Eltern auszutauschen, die Babys zu beobachten, mit ihnen zu singen und zu sehen, was in ihrer Entwicklung gerade so ansteht.

Im September beginnt der nächste Block der beiden Gruppen und im Oktober und November starten zwei neue Vormittagsgruppen (diese dann wöchentlich im Zentrum der Familie Freising)

Der nächste Primababykurs in Neufahrn startet bereits am 22. September. Noch sind Plätze frei. Vergeben wird nach First come first serve Prinzip. Wenn Du dabei sein möchtest, melde Dich also schnellstmöglich an.

Herzensthema Eingewöhnung

Im Juli habe ich endlich meinen Blogartikel zur Eingewöhnung veröffentlicht. Ich hatte einige Wochen daran geschrieben, immer wieder etwas dazu genommen, etwas verändert, bis ich damit soweit zufrieden war, dass er online gehen durfte.

Eingewöhnung ist der Grundstein für die pädagogische Arbeit mit Kindern und leider wir ihr immer noch viel zu wenig Bedeutung beigemessen. Eine sanfte, bindungsorientierte Eingewöhnung hat für Kind, Eltern und Fachpersonal riesige Vorteile. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Arbeit mit dem Kind und bestimmt die Erziehungspartnerschaft, die meist über Jahre besteht maßgeblich.

Hier ist die Zeit um ein Vertrauensverhältnis zu Kind und Eltern aufzubauen, dass uns die gesamte Zeit des Kindes in der Einrichtung lang begleiten kann. Außerdem lege ich persönlich auch das Augenmerk darauf, die Eingewöhnung für die Betreuer*innen so zu gestalten, dass sie in ihrer Kraft bleiben und nicht „auf dem Zahnfleisch gehen“ wie viele Fachkräfte es während dieser Wochen im Jahr bisher tun.

Wenn Du mehr über eine bindungsorientierte Eingewöhnung erfahren möchtest, lies hier meinen Blogartikel dazu.

Und wenn Du gerne noch mehr über Eingewöhnung und besonders die ersten Trennungsversuche erfahren möchtest, schau bei meiner lieben artgerecht-Coach-Kollegin Nancy Flege vorbei. Auch sie hat diesen Monat dem Thema Eingewöhnung einen dreiteiligen Blogartikel gewidmet.

Das erste große Kindergartenfest

Obwohl, naja…so ganz stimmt es nicht. Wir hatten letztes Jahr auch bereits ein Sankt Martins-Fest, aber das war ohne Omas, Opas und Co.

Dieses Jahr aber hatte der Kindergarten meiner Jüngsten, in dem auch schon ihre großen Geschwister waren, 50 Jahrfeier. Es gab ein riesiges Zirkusfest. Alle Kinder hatten eine Rolle bei der großen Show. Und natürlich sollten Eltern Kuchen backen, Salate machen etc. Da ich ein kluger Kopf bin, trug ich mich für Kuchen ein und machte meinen Lieblingsschokokuchen, damit ich sicher gehen konnte, da auch etwas Veganes zu ergattern. (Wär fast schief gegangen…ich hab dann gerade noch so das letzte Stück erwischt…!)

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt mit dem Fahrrad in den Nachbarort zum Kindergarten zu fahren, da es heiß war und auch klar war, dass die Parkplätze rund ums Gelände komplett dicht sein würden. Also quasi der Umwelt und uns selbst gedient, dachte ich. Nur vergaß ich, dass ich den riesigen Tortensturz noch transportieren musste.

Tortensturz etwas schief verstaut in einem Radkorb
Torte to go….

Todesmutig setzten wir diesen schräg in meinen Fahrradkorb und hofften, es würde gut gehen. Und ja…funktionierte dank sehr vorsichtiger Fahrweise meinerseits.

Meine Tochter war ein Pferd bei der Dressurnummer und schon Wochen vorher sehr aufgeregt. Noch aufgeregter waren wir, da weder mein Mann noch ich einen französischen Zopf flechten konnten und der war für die Pferde Nummer Pflicht.

Zum Glück retteten uns die Erzieherinnnen und stylten mein kleines Dressurpferd standesgemäß. Kann ja nicht angehen, dass Kinder, die Bildungslücken ihrer Eltern ausbaden müssen 😉

Jedenfalls war es ein wunderbares Fest mit Kuchen, Eis, Popcorn, Zuckerwatte (und wahrscheinlich auch deftigen Sachen, Who knows…die Kinder wollten nur Süßkram 😉 ) Ich war natürlich sehr stolz und musste wieder diverse Tränchen verdrücken, als mein Kind seinen Auftritt hatte.

Bei den anderen Kindern war ich allerdings auch sehr gerührt. Ist vielleicht so ein Hochsensiblen-Ding, dass man bei jedem Kinderlied und jeder Aufführung, Abschied, Merciwerbung (you name it…) eine Packung Taschentücher verbraucht, weil man so nah am Wasser gebaut ist.

Es war auf jeden Fall schön, mal in Kontakt mit den anderen Eltern zu kommen. Wobei ich schon sagen muss, Menschenmengen verunsichern mich immer noch und das wird sich wahrscheinlich so schnell nicht ändern.

selbst verzierte Lebkuchenherzen auf dem Kindergartenfest
Die Kinder konnten Lebkuchenherzen selbst verzieren – ein Highlight

Newsletter kommt aus den Kinderschuhen

Der Newsletter ist noch nicht ganz fertig, aber immerhin fehlt es nur noch am Feinschliff bevor er sich bald zum ersten Mal auf den Weg machen kann.

Und er hat bereits einen Namen: Neues aus dem Dorf

Da es bei mir ja sehr viel darum geht, dass Eltern sich untereinander vernetzen und es ein Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen, finde ich das absolut passend.

Sobald es soweit ist, erfährst Du es natürlich hier und auf Instagram, Facebook und Co.

Schulleben findet wieder statt…

Zum ersten Mal seit Corona gab es auch wieder ein großes Sommerfest an der Realschule, auf die mein Sohn geht. Da ich dort Vorsitzende des Elternbeirats bin, war ich zusammen mit meinen Kolleg*innen aus dem Beirat eine ganze Weile mit der Vorbereitung beschäftigt.

Da wir etliche hundert Leute erwarteten, baten wir die Elternschaft um herzhafte und süße Gebäckspenden und waren echt überwältigt von der Riesenresonanz, die darauf folgt. Daran erkannten wir auch, wie sehr die Leute sich freuten, dass endlich wieder mehr richtiges Schulleben stattfand, nicht nur Unterricht wie in dank Corona in so vielen Monaten dieses Schuljahres.

An dem Tag baute ich mit drei anderen Beirätinnen und einigen ihrer Familienmitglieder gemeinsam den Stand auf, kochte Kaffee und verkaufte den selbigen samt Kuchen und herzhaftem Gebäck stundenlang.

Elternbeiratsstand auf dem Schulfest während einer kurzen Andrangsflaute
Auf dem Bild ist gerade eine kurze Flaute im Andrang. Danach ging es wieder weiter mit Sturm auf den Kaffee

Es war anstrengend, aber auch so schön, zu sehen, was für eine gute Zeit die Familien hatten. Wir hatten viel mehr Kundschaft als angenommen und einer unserer Herren im Team fuhr zwischendurch mal los und holte kistenweise Getränkenachschub.

Wir haben rekordverdächtige Einnahmen erzielt und freuten uns sehr, die arg geschrumpfte Kasse des Elternbeirats wieder aufzufüllen, die für Schulprojekte und Förderaktionen genutzt werden soll.

Abschiede

Abschiede verkrafte ich von jeher absolut nicht gut. Umso blöder, dass diese fürgewöhnlich im Juli zuhauf anstehen.

Die Klassenlehrerin meiner Mittleren Tochter wird versetzt und kann so in der 4. nicht mehr die Klasse übernehmen. Für meine Tochter sehr schwierig und auch ich mache mir so meinen Kopf, da ich den eklatanten Lehrkraftemängel ja kenne. Ich hoffe also inständig, dass all die guten Gedanken, die ich da so aussende, eine superduper Lehrkraft für mein Mädchen bereit halten, damit sie im September gut in der vierten Klassen ankommen kann.

Auch an der Schule meines Großen hat sich zum Schuljahresende eine ganz tolle Lehrerin verabschiedet, die als Konrektorin bei den Elternbeiratssitzungen sehr aktiv war. Dort hatte ich viel Kontakt mit ihr und werde sie schmerzlich vermissen.

Daher habe ich noch kurz vor knapp stellvertretend für den EB ein Geschenk für sie „gezaubert. Naja, ok den Schirm hab ich beim großen, bösen A….. bestellt, weil ich wieder viel zu knapp dran und der Juli vollgestopft mit Terminen war. Da war nix, mit mal eben noch in die Stadt fahren und einen passenden Schirm besorgen. Die dazugehörigen Herzen für die Herzenswünsche und Danksagungen malte ich auf das letzte Tonpapier, dass ich noch im Bastelschrank fand.

Ausgeschnitten hat sie dann meine wunderbare Tochter, während ich ihre kleine Schwester in den Schlaf begleitete. So konnte ich dann abends beim Netflixen noch direkt die Wünsche der anderen EB-Mitglieder und meine natürlich abtippen. Dann nur noch ausdrucken, ausschneiden aufkleben. Achja und die Herzen lochen mit Faden versehen und an den Schirm hängen.

Regenschirm mit Pappherzen, auf denen Wünsche für eine Lehrkraft stehen, die versetzt wurde
Schirm mit Herzenswünschen für die scheidende Konrektorin

Diese letzten beiden Schritte machte ich, weil ich so extrem müde war und ins Bett wollte, dann lieber am nächsten Morgen ganz Früh. Das Ergebnis war schön und die liebste, beste Konrektorin der Welt hat sich auch gefreut und mich sogar zum Abschied gedrückt. Dreimal 🙂

Am Witzigsten war, dass ihr eigener Schirm 2 Tage vorher kaputt gegangen war und sie noch nicht dazugekommen war einen neuen zu besorgen.

Anfang August steht dann noch der Abschied von meinen flügge gewordenen Krippenkindern an. Das fällt mir immer besonders schwer, weil ich diese kleinen Menschen einfach immer so ins Herz schließe und wie gesagt: Ich HASSE Abschiede.

Wichtiger Hinweis für die Sommerferien

Geh jetzt zur Kindergartentasche/Schultasche Deiner Kinder und hol die Brotzeitdose heraus. Ich erinnere Dich aus Gründen…

Solltest Du trotz meines Hinweises vergessen sie herauszufischen, empfehle ich für diese Aufgabe am Ende der Ferien einen Hazmatsuit samt Gasmaske. Glaub mir. Ist besser so.

Sonst noch so im Juli…

Gefühlt zweihundert Sommerfeste, für die gebacken werden musste. Letzte Schulaufgaben, Exen der Kinder, Detektivnacht in der Grundschule, Ausflüge in der Realschule.

Wie erging es Dir im Juli? Wen hast Du verabschiedet? Was hast Du gefeiert?

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