1. Monatsrückblick 2022 – Mein Januar

Hier ist er der Monatsrückblick auf meinen Januar. Und just in diesem jungen Jahr habe ich etwas herausgefunden und bin quasi immer noch in Ehrfurcht erstarrt. Es gibt ihn wirklich den „Sankt Nimmerleinstag“. Er ist TADAAA: Am 31. Januar jedes Jahres!

Und den haben nicht die Schweizer*innen erfunden. Nein. Die US-Amerikaner*innen waren´s. Dort ist der 31.1. der „Hell freezes over day“. Denn wie wir auf alles „bis zum Sankt Nimmerleinstag“ warten ist es dort „when hell freezes over“.

Rauhnächte zelebrieren und Urlaub genießen

Die ersten Januartage sind gleichzeitig auch die letzten Rauhnächte. Diese beginnen in der Nacht von 24. Auf 25. Dezember und enden am 6. Januar um Mitternacht.

Seit einigen Jahren zelebriere ich diese Zeit ganz besonders. Meine Yogalehrerin die liebe Sibylle Rössl hat mich ursprünglich darauf gebracht. Vorher hatte ich davon nur am Rande gehört. Lediglich der Brauch man sollte zwischen den Jahren keine Wäsche aufhängen (damit sich die bösen Geister nicht darin verfangen) war mir bekannt und ich schüttelte immer den Kopf darüber. Mit drei hier fest residierenden Kindern und einem Bonuskind türmen sich hier Wäscheberge, oder eher ganze Wäschegebirgsketten. Da ist nix mit mal eben zwei Wochen lang nicht waschen.

Wieviel mehr aber hinter den uralten Rauhnachtstraditionen steckt, erfuhr ich also erst vor ein paar Jahren, als Sibylle dazu eine Impulsreihe und ein paar Workshops machte. Seither bin ich total begeistert von dieser magischen Zeit.

Ich bin kein abergläubischer Mensch. Dafür aber ein sehr feinfühliger. Und diese Zeit Zwischen den Jahren hat einfach ein besonderes Feeling. Nach einem langen Jahr und einem meist doch sehr vollen und eher hektischem Advent komme ich endlich zur Ruhe sobald Heiligabend da ist. Alles fällt von mir ab, was mich vorher vielleicht gestresst und gesorgt hat. Ich kann erstmal einfach nur sein, ausruhen, genießen. Es wird geschlemmt, gefaulenzt, gespielt, geratscht, zwischendurch mal ein Spaziergang eingeschoben und dann wieder in Joggingbuxe auf der Couch gelümmelt zum Vorlesen, Kuscheln, Weihnachtsfilm gucken.

Rauhnachtsrituale

In diesen Tagen nehme ich mir mit einigen Rauhnachtsritualen bewusst Zeit für Innenschau. Was war im vergangenen Jahr. Was hat mir gutgetan? Wovon möchte ich mehr? Was werde ich im kommenden Jahr anders angehen?

Und ich räuchere was das Zeug hält mit Styrax im Gegensatz zu Weihrauch und Weißen Salbei, die zwar beide super zum Räuchern sind, aber seien wir mal ehrlich schon eher streng riechen, verbreitet der einen wunderbaren Duft. Dieser soll stimmungsaufhellend wirken und ich für meinen Teil kann sagen, bei mir klappt das.

Dieses Jahr habe ich mir dazu eigenes ein echt schönes Räucherstövchen aus Speckstein gekauft. Nachdem ich die letzten Jahre mit brennendem Salbeibüscheln durchs Haus lief und von meiner Familie sehr skeptisch beäugt wurde. Jetzt also Räuchern reloaded im Hause Dannhauser.

Styrax räuchern über meinem neuen Stövchen

Mein liebstes Ritual sind übrigens die Dreizehn Rauhnachtswünsche. Vor den Rauhnächten, am Besten am Tag der Wintersonnenwende, überlege ich mir dreizehn konkrete Wünsche fürs kommende Jahr, schreibe sie auf kleine Zettel, falte sie und gebe sie in ein kleines Säckchen.

In den zwölf Rauhnächten wird jeweils ein Zettelchen gezogen und ungelesen verbrannt. Somit übergibt man die Wünsche symbolisch nach „oben“ ans Universum if you will. Der Wunsch, der dann übrig bleibt wird gelesen. Es ist derjenige, für dessen Erfüllung ich dann selbst zuständig bin.

Außerdem notiere ich in den Rauhnächten jeden Tag wie die Stimmung, Wetter etc. waren und was es für Besonderheiten gab. Den jede Rauhnacht steht für einen speziellen Monat im kommenden Jahr. So kann ich im Laufe des Jahres in meinem Notizbuch nachlesen und vergleichen ob die Orakelei zutrifft oder daneben lag.

Abschluss der Rauhnächte mit Dreikönigsritual

Zum Abschluss der Rauhnächte am Dreikönigstag backe ich mit meinen beiden jüngeren Kindern einen Dreikönigskuchen nach traditionellem Rezept, der Blumenartig aufgebaut ist wie lauter süsse Hefebrötchen aneinander gelegt. In diesen wird normalerweise eine Mandel, Bohne oder ähnliches eingebacken und wer die erhält ist König*in des Tages und darf bestimmen. Da das bei unseren Kindern natürlich zu Streitigkeiten führt, hat sich meine mittlere Tochter überlegt, doch einfach in jedes Stück eine Mandel einzubacken. Damit niemand traurig sein muß. Diese fantastische Idee haben wir natürlich übernommen und so unsere eigene Tradition geschaffen. Dazu gehört auch nachmittags einen Familienspaziergang zu machen und dann gemeinsam mit einem Stück Dreikönigskuchen einen schönen Film zu gucken.

Dreikönigskuchen frisch gebacken

Dieses Mal habe ich meine Follower auf Instagram daran teilhaben lassen und für jede Rauhnacht Impulse gepostet. Das hat auch richtig Spaß gemacht und auch wohl das Zeug dazu, ein Dauerbrenner zu werden.

Spielen, Spielen, Spielen – bei uns Pflicht in den Ferien

In den Weihnachtsferien und eigentlich immer wenn freie Zeit ist, stehen bei uns Spiele hoch im Kurs. Zum Glück stehen wir alle total auf Brett- und Kartenspiele. Bei der Jüngsten gabs zu Weihnachten „Der verzauberte Turm“, „Halli Galli Junior“ und „Funkelschatz“ und die  Mittlere bekam „Cluedo „ in der Harry Potter Version. Das hat definitiv Suchtcharakter. Ich weiß nicht, wer es mehr liebt sie oder ich. Jedenfalls haben wir wie gesagt sehr viel Zeit im Januar mit wunderbaren Brettspielen verbracht.

verzauberter Turm ist ein tolles Spiel

Und auch ich habe eine neues tolles Spiel zu Weihnachten bekommen. „Andor“. Ok, nee eigentlich habe ich „Robinson Crusoe“ bekommen, aber die Ankündigung die Spieldauer betrage ca. 3 Stunden und das Anleitungsvideo auf Youtube allein dauere 120 Minuten schreckte mich rigoros ab. Jetzt mal ernsthaft. Ich bin ne müde Mama über Vierzig. Der Abend an dem ich mal eben geschmeidige drei Stunden lang ein Brettspiel mache, nachdem die jüngeren Kinder um halb neun endlich im Bett sind, kommt in den nächsten Jahren wahrscheinlich eher nicht.

Also habe ich meinen Göttergatten, der mir das Spiel geschenkt hatte um Verzeihung und einen Umtausch gebeten. Die Idee mit dem Spiel als Geschenk fand ich ja toll (obwohl vereinbart war wir schenken uns nix… 😉 ) aber nicht umsonst hatte ich vor Weihnachten gefühlt 100mal beiläufig gesagt, ich hätte gehört „LEGENDEN VON ANDOR“ wäre ja echt so ein tolles Spiel. Das wäre ja bestimmt mal was für uns. Daher war er so lieb und schickte das Marathon Spiel zurück und kaufte stattdessen „Andor“ für uns. Und was soll ich sagen?! Es ist mega! Wenn man erstmal sämtliche Trillionen Spielfiguren und Plättchen aus den Kartonplatten gedrückt hat und das Anleitungsvideo geguckt hat (immerhin nur 30 Minuten… 😉 ) dann ist es fantastisch. Man kämpft gegen Monster erfüllt verschiedene Missionen und das Beste: Es ist ein kooperatives Spiel. Wenn man ein paar Leute in der Kernfamilie hat, die tendenziell nicht soooo entspannt verlieren können, ist das definitiv ein Plus!

Legenden von Andor

 Auch unsere Neunjährige ist völlig fasziniert und total angefixt. Wir werden also demnächst noch häufiger Spieleabende machen. Und wahrscheinlich schon bald in Zusatzlegenden investieren. Da man diejenigen, die dabei sind, bei unserem Tempo wohl relativ schnell durchgespielt hat. Was gibt es auch Schöneres im Winter und überhaupt zu jeder Jahreszeit!?

Claimgeburt und „Über mich“-Renovierung

Bereits Ende des letzten Jahres hatte ich mir vorgenommen, direkt am 1.1.22 mit dem Cräzy-Bundle von Judith Peters zu starten, um meine Websitetexte mit diesen Selbstlernkursen auf Vorderfrau zu bringen. Vor Allein auf „Claim your Business“ freute ich mich, weil ich mir schon lang einen guten Claim gewünscht hab. Der kam dann auch nach nur ein paar Tagen im Kurs zur Welt. Den Geburtsbericht kannst Du hier lesen.

Im Moment überarbeite ich gerade meine „Über mich“-Seite mit dem nächsten Kurs aus dem Cräzy-Bundle und bin mittlerweile schon viel zufriedener damit. Schau gern rein und lass mir Deine Meinung als Kommentar unter diesem Blogartikel da.

Corona kommt erschreckend nah

Corona kam näher und bremste uns im Januar erstmal aus

Nach den gemütlichen unbeschwerten Ferien, ging der Alltag wieder los und damit auch wieder die Coronaproblematik, mit der wir uns in den Ferien so unter uns kaum beschäftigen mussten.

Das fiese Böse C kam verdammt nahe. Zweimal stand mögliche Quarantäne in der Kindergartengruppe der Jüngsten im Raum. Zweimal war der auf den positiven Antigentest folgende PCR dann doch negativ und bewahrte uns davor.

Auch in der Grundschule war es ein paarmal ziemlich brenzlig, aber wir kamen immer drum herum. In meiner Arbeitsstätte und auch bei meinem Mann tauchten auch positive Coronatests auf und wir isolierten uns dann freiwillig weitestgehend. Rein rechtlich war wegen unserer Drei Impfungen ja keine Quarantäne nötig, aber ganz ehrlich das Risiko andere anzustecken, wollten wir dann doch nicht eingehen.

Mein Monatsrückblick Januar
Vom bösen C lassen wir uns nicht unterkriegen!

Das war zum Teil echt schmerzhaft. Der Geburtstagsbesuch bei meinem Papa wurde dann mal eben auf ungewisse Zeit verschoben. Ich hatte etliche Trageberatungen für die Zeit vereinbart, die ich dann lieber erstmal verschob und auch meine Eltern-Kind-Gruppe ließ ich vorsorglich lieber ausfallen.

Das war schon ärgerlich, aber letztlich sicher eine gute Entscheidung. Wir testeten uns dann fleißig täglich und waren sehr froh, als der Kelch ein weiteres Mal vorerst an unserer Familie vorbei ging.

Was zurückblieb war ein ungutes Gefühl. Trotz Impfung und Booster fühlen wir uns nicht gefeit und eher so, als ist es einfacher nur noch eine Frage wann es uns erwischt und nicht ob.

Der Versuch einen Stillberatungsausbildungsplatz zu ergattern – oder die Suche nach dem heiligen Gral

Stillberaterin werden wollen ist wohl ein wenig wie ein neues Iphone zu ergattern

Zumindest könnte man den Eindruck gewinnen. Bereits im letzten Jahr hatte ich mich brav für den Newsletter der DAIS angemeldet, bei der ich gerne eine Ausbildung zur Stillbegleitung machen möchte. Die im nahen Augsburg war leider bereits ausgebucht und die Warteliste voll, also machte ich mir Hoffnungen für Stuttgart.

Da konnte man sich aber nicht einfach so anmelden. Nee, nee…Du das wäre zu simpel. Erst wartete ich brav auf den Newsletter, der die Termine fürs kommende Jahr ankündigen sollte.

Darin wurde mir dann mitgeteilt, dass am 27. Januar um 8.00 das Anmeldeformular freigeschalten würde. Dieses sollte man dann doch bitte umgehend ausdrucken, ausfüllen (nix mit online bearbeitbar und so neumodischem Kram…), abfotografieren oder einscannen und an die DAIS zurückmailen.

Ich war Punkt 8 Uhr online, lud es sofort runter, druckte sofort aus, schrieb so schnell ich das in Druckbuchstaben eben kann (das war vorgegeben wegen der Leserlichkeit…) und schickte sofort ein Bild an die angegebene Emailadresse. Diese ging um 8 Uhr und 6 Minuten (!!!) raus.

Da war ich noch guter Dinge, weil ich so schnell abgesendet hatte…little did I know

Einige Stunden später kam die Mail: Ich bin auf der Warteliste! What the actual f*ck!? War mein erster Gedanke. Ich schrieb eine freundliche Antwort, dass mich das jetzt doch ein wenig verwundere, wo ich doch so schnell war und ob bei der großen Nachfrage nicht vielleicht doch noch weitere Termine geplant würden.

Die prompte und sehr freundliche Antwort darauf war. Um 8.05 sei die Liste bereits voll gewesen. Ich sei Platz 6 auf der Warteliste und mit ein wenig Glück könne ich so noch nachrücken. Weitere Termine würden sie wohl dieses Jahr nicht hinbekommen, wenn doch das gleiche Prozedere mit Newsletter und so weiter.

Ganz ehrlich. Meine Kinnlade war schon sehr weit unten und ich kam mir schon ein wenig ver*rscht vor – pardon my french. So was kenn ich nur  von Leuten, die vorm Applestore übernachten um sich das neueste Iphone zu sichern. Aber das war nie mein Ding.

Das Letzte Mal, dass ich so einen Aufriss für irgendwas betrieben habe war es eine Konzertkarte für die Take That Reunion Tour 2011 und so….ja…ich war da mit 64.999 anderen. Da hat das geklappt. Für mein Leben als Stillbegleitungsrockstar sieht es jetzt eher schlecht aus.

Wobei noch die Hoffnung bleibt, dass mindestens sechs Leute ihren Platz absagen (vielleicht lieber auf ein Take That Konzert gehen oder so) und ich nachrücke. Und die stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Also drück mir die Daumen. Ich möchte schon verdammt gern Stillberaterin werden und wenn möglich noch in diesem Leben.

Die Fibro spielt verrückt

Meine Fibromyalgie hat im Januar beschlossen, dass sie mehr Aufmerksamkeit meinerseits verdient, nehme ich an. Jedenfalls spielte sie komplett verrückt. Ich hatte so arge Schmerzen in den Beinen und Armen wie schon lange nicht mehr. Dabei hatte ich es in den letzten Monaten mehr oder minder im Griff gehabt.

Schmerzfrei war ich zwar nie, aber das ist auch nicht wirklich zu erwarten. Dank Yoga, warmen Bädern, Osteopathie und mehr Achtsamkeit war es aber doch erträglich gewesen. Was ich noch immer nicht über mich bringe ist, aber dann in der Arbeit anzurufen und zu sagen: Ich kann heute nicht kommen, ich hab zu starke Schmerzen. Und meinem Mann zu sagen: „Heute bist Du komplett für die Kinder zuständig“ ich schaffe es einfach nicht. Stattdessen quäle ich mich durch.

Das sind dann die Tage an denen ich ungerecht zu meinem Mann und auch den Kindern bin und wildfremden Passanten halb den Kopf abbeißen könnte, wenn sie mir irgendwo einen missbilligenden Blick zu werfen, weil eines meiner Kinder wahlweise zu laut, zu frech oder zu irgendwas war. Normalerweise versuche ich da gelassen zu bleiben und es gelingt mir trotz meiner eher mangelhaften Impulskontrolle (ADS lässt grüßen) immer häufiger. An diesen Tagen eben nicht.

Was besser wird ist allerdings, dass ich mich danach (meistens) nicht mehr zermartere und für die mieseste Mutter der Welt halte.

Ich fange an auch mit mir nachgiebiger zu werden. Meine Fehler zwar zu sehen, aber mir zu verzeihen. Beim nächsten Mal versuche ich es dann einfach besser zu machen.

Und solche Begebenheiten zeigen mir, wo ich hinschauen darf. Da stecken eben doch immer noch einen Haufen limitierender Glaubenssätze in mir wie „Stell Dich nicht so an“ „Jammern hilft auch nichts“ „Es muss ja irgendwie gehen.“ „ Du kannst Dich jetzt nicht einfach hinlegen“ etc. pp. Kennt Ihr vielleicht selbst, oder?

Insofern kann ich sagen: Die Fibromyalgie ist zwar echt eine Plage, aber sie hilft mir manchmal auch Dinge über mich herauszufinden. So gibt sie mir auch die Chance diese zu verändern. Talk about reframing und so.

Mehr Pausen und das ohne einen Hauch von schlechtem Gewissen

Immerhin habe ich mir diesen Monat sehr häufig ohne schlechtes Gewissen einen ruhigen Nachmittag auf der Couch gegönnt und mit den Kindern einen Film geguckt, darauf geachtet ausreichend zu schlafen und möglichst wenig zu tun, was mich stresst. Das zu schaffen ist noch immer nicht selbstverständlich, wenn auch schon viel häufiger als früher. Also feiere ich mich hiermit offiziell für diese kleinen Siege. Stellt Euch hier die Konfettikanone vor!

Raus aus dem Alltag rein in den Funpark

Einmal im Jahr fahren wir mit zwei befreundeten Familien in den Playmobil Funpark. Wir buchen das immer schon ein Jahr im Voraus, denn das coole Playmobil Hotel ist gut besucht. Normalerweise bleibt es bei dem einen Besuch.

Playmobil Funpark

Dieses Jahr haben sich die Mädels aber so sehnlich gewünscht, dass wir auch mal eine Nacht während der Wintersaison hinfahren. Da ist zwar der Großteil des Außengeländes gesperrt, aber es gibt zwei Eislaufbahnen und tolle winterliche Dekoration. Und natürlich ist das riesige HOB-Center offen, in dem die Kinder sämtliche Spielwelten von Playmobil ausprobieren können.

Und die Eltern können entweder mit eintauchen oder (zumindest zeitweise) einfach dasitzen, quatschen, Kaffee trinken, Playmobilkataloge wälzen und die Köpfe darüber schütteln, wie die Preise gestiegen sind.

Das Playmobilhotel war so kurzfristig ausgebucht und wäre ohnehin eigentlich zu teuer gewesen. So buchten wir uns in einem kleinen Hotel in der Nähe ein. Schließlich waren wir ja für den Park hier und nicht für n schickes Hotelzimmer.

Plan war dass wir Eltern mit den beiden Jüngsten und einer befreundeten Familie hinfahren würden. Unser Teenie war entzückt vom Ausblick auf eine Nacht sturmfrei und plante mit einer  Handvoll Freunde zu chillen.

Tja und dann kam alles anders….

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Die letzten Januartage waren tatsächlich alles Andere als einfach für uns. Irgendwie ging schief, was schief gehen konnte.

Achilles und Konsorten

Mein Mann riss sich beim Badminton spielen die Achillessehne und war von einer Minute auf die andere komplett lahmgelegt. Er bekam eine dicke Schiene und Krücken verpasst. Außerdem teilte man ihm mit, dass Ganze werden mindestens sechs Wochen dauern (inklusive einer OP in den nächsten Tagen) eher sieben.

Mein Mann in seinem schicken neuen Schuhwerk…

Da standen wir also nun und guckten erstmal dumm aus der Wäsche.

Ich wirbelte hier herum, organisierte um und weg was ging. Trotzdem war es extrem viel und ich binnen weniger Tage ziemlich am Limit. Tja und weil ich da ehrlich gesagt nicht mehr gut auf mich geachtet hab, kam was ich befürchtet hatte. Murphy schlug zu. Besser gesagt die Hexe schoss und zwar mir in den unteren Rücken. Ich kam vor Schmerzen kaum hoch und war völlig verzweifelt.

Zum Glück konnte meine Mama an dem Tag und den nächsten beiden meine Tochter in den Kindergarten fahren, während ich mit Wärmflasche und Schmerzmitteln auf der Couch oder im Arnikabad lag. Meine wunderbare Osteopathin schob mich in ihrer Mittagspause dazwischen, prophezeite mir aber schon, dass die Schmerzen und Steifheit wohl erst in einigen Tagen besser werden würden. Und sie behielt Recht. Gut ist es auch jetzt am letzten Tag dieses Monats noch bei Weitem nicht.

Also weiter Notprogramm und viel Hilfe von den Kindern, die zum Glück wirklich wahnsinnig toll mitmachten. Sie waren auch besorgt. Der Papa mit Schiene und Krücken auf der Couch, die Mama mit Wärmflasche im Rücken und Schmerzesrufen bei vielen Bewegungen. Das war gerade für die zwei Jüngsten schon belastend.

Nicht gerade Idealbedingungen…

Fürs Wochenende nach all diesen Ereignissen stand ja die Fahrt in den Playmobil Funpark an, auf die die Kinder sich wochenlang gefreut hatten. Mein Mann fiel definitiv aus, da seine Operation am Freitag anstand. Ohnehin hätte es für ihn bedeutet ein Wochenende lang im HOB-Center des Parks zu sitzen, Fuß hoch und nichts mitmachen zu können.

Immerhin dachte ich, wäre ja noch die andere Familie dabei. Ich hatte auch darauf gezählt, dann ein wenig Entlastung zu haben und meinen Rücken da schonen zu können. Leider dachte sich Murphy alle guten Dinge sind drei und schickte die besagte Familie am Tag vor dem Ausflug in Quarantäne.

F*ck it – let´s go

Wir beschlossen aber uns dadurch nicht entmutigen zu lassen, sondern es uns so schön und entspannt wie möglich zu machen. Also düste ich mit den Mädels allein hin und wir gönnten uns so richtig (wie mein Großer das formulieren würde) Zuckerfrei Poster Girls waren wir an dem Wochenende definitv nicht und abends im Hotel bestellten wir die größten Pizzen, die wir finden konnten. Die aßen wir voll verbotenerweise im Bett und guckten dabei „Monster Uni“ auf dem Disney Channel. Die Königstochter schlief das erste Mal in ihrem Leben beim Fernsehen ein und die Große und ich hielten durch bis Ende des Films und hörten dann noch Harry Potter zum Einschlafen.

Mein Rücken war leider keineswegs gut und ich war schon sehr eingeschränkt. Die Mädels halfen mir wo sie konnten. Hoben alles auf, was mir runterfiel, damit ich mich nicht unnötig bücken musste und schleppten fleißig was nur irgendwie ging, damit ich nicht schwer tragen musste.

Wie Don Quijote gegen die Windmühlen – nur mit Standheizung

Am nächsten Morgen stellten wir uns den Wecker früh, damit wir auch ja pünktlich um acht im Playmobil Funpark zum Frühstück ankämen. Denn auf unseren Frühstücktickets stand 8.00 bis 10.00 Uhr.

Als wir kurz nach acht anrauschten, waren wir das einzige Auto im Parkhaus. Das fand ich komisch, aber naja… wesentlich seltsamer fand, ich dass im HOB Center alles dunkel war, als wir mit Sack und Pack davor standen.

Ein Plakat vorm Park verkündete, in der Wintersaison gäbe es Frühstück von 10.00 bis 12.00 Uhr. Der Park öffne ebenfalls erst um 10.00 Uhr.

Rico das Wahrzeichen des Parks mit dem Frühstücksplakat

Da standen wir im eiskalten Wind mit unserem Bollerwagen und knurrendem Magen. Also watschelten wir zum Auto um dort fast zwei Stunden lang zu warten.

Ich danke dem lieben Gott dafür, dass er mich bei der Ausstattung des Leasingautos auf eine Standheizung bestehen ließ. Und für Spotify dank dem wir endlos Bibi Blocksberg Folgen im Auto hören konnten.

Glückes Geschick war auch,dass wir noch Müsliriegel und Popcorn vom Vortag im Auto hatten. So liefen wir nicht Gefahr kläglich zu verhungern. Zwei Millionen „Maaaamaaaa, wie lange noch“s später waren wir dann endlich im Park. Es war warm,  und es gab zu essen, Kaffee und ein Klo. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Immerhin hatten wir es geschafft und durchgehalten. Eisern. Wie Don Quijote gegen die Windmühlen – nur eben mit Standheizung…. an unseren Sieg geglaubt.

Glückliche Kinder als ultimative Belohnung

Die Mädels liefen Eis und jauchzten vor Freude. Ich stand mit schmerzendem Rücken daneben und war trotzdem soooo froh, dass ich die Reise allein mit ihnen angetreten hatte. Sie haben diese Auszeit echt gebraucht und sich echt vorbildlich an meine Bitte gehalten, von anderen Abstand zu halten und nicht wie sonst mit jedem Freundschaft zu schließen.

Jüngste Königstochter on Ice

Ja, das fand ich auch traurig, aber im Moment wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen.

Es war schön, es tat uns gut und das war es wert.

Mein liebster Göttergatte war in der Zwischenzeit operiert worden und konnte heute den Tag noch etwas ausruhen, bevor der Trubel im Haus wieder losging und mein wunderbarer Teenager hatte Zeit die Bude wieder aufzuräumen und hat den Abend mit seinen Kumpels sichtlich genossen. Das Haus steht übrigens noch und der Vertrauensvorschuss an ihn hat sich mal wieder absolut ausgezahlt.

Mission Familienhund rollt allmählich an

Schon lange träume ich von einem Hund, aber irgendwie war immer ein Baby im Haus, oder im Bauch oder in Planung. Beides zusammen hatte ich mir nicht zugetraut, bzw. stellte es mir extrem stressig vor. Nun ist unsere Königstochter Jüngste fast 5 und die Familienplanung ist was Kinder angeht abgeschlossen. Nur der Traum vom vierbeinigen Nachwuchs, der ist noch absolut da.

Meine beiden Töchter wünschen sich ebenfalls „sosososososoooo doll“ einen Hund. Die Teenies sind unentschlossen, stehen aber mehr auf Katzen. Die fallen aber dank heftigster Allergie meinerseits und absolutem Hundemenschsein und Katzenmenschnichtsein ebenfalls meinerseits leider aus dem Haustierbeuteschema.

Überzeugungsarbeit leisten? Check!

Mein Mann ist kein großer Tierfreund. Ich behaupte das kommt daher, dass seine Mama früher nicht mal Wollmäuse unterm Bett im Haus geduldet hat, geschweige denn etwas Haariges was eventuell auch noch Dreck macht. Jedenfalls war er nicht direkt so begeistert von der Idee, als ich des öfteren mal meiner Meinung Ausdruck verlieh, dass ein Hund doch eine absolute Bereicherung für unsere Familie wäre.

Bester Freund für die Kinder und Katzenschreck im eigenen Garten

Es gibt keinen treueren Freund als einen Hund. Und wenn als Kind mal die ganze Welt gegen Dich und alles doof ist: Dein Hund ist da. Außerdem gehe ich gern spazieren und irgendwie will so gut wie nie jemand mit. Bei einem Hund könnte ich mir da wohl sicher sein, dass ich wenigstens einen Walking Buddy hätte. Und er könnte die Nachbarskatzen aus dem Garten jagen, die immer ihre stinkenden Haufen unter der Rutsche vom Spielturm machen.

Pros und Contras

Hach ja, so ein Hund wäre fein. Natürlich hätte er nicht nur Vorteile. Das ist mir durchaus bewusst. Bei jedem Wetter mehrmals täglich raus, ist bei Hagel, eiskaltem Wind oder Dauerregen kein Zuckerschlecken. Und ihn erstmal stubenrein zu kriegen, ja und Hundehaufen aufklauben und in Tütchen mittragen.

Und dann noch die Sache mit dem Urlaub. In die meisten Ziele könnte er wohl nicht mit. Also umdisponieren, oder eine liebevolle Betreuung für ihn in der Zeit finden. Ja, das waren die Gründe, die mich lange Zeit abhielten davon nochmal einen Hund haben zu wollen.

Nur jetzt ist da die Vorstellung von einem treuen Gefährten, der den Kindern ein wunderbarer Tröster und Spielfreund, ein Kuschelbär, ein Spielkamerad, ein eigener Charakter, der die Familie bereichert ist (und vielleicht ab und an den fiesen Nachbarn anknurrt, der immer die Kinder anschreit, wenn sie draußen laut spielen…).

Angst gemeinsam mit dem tierischen Mitbewohner besiegen klingt toll

Und diese Vorstellung wiegt für mich die Mehrarbeit und Mehrkosten absolut auf. Eines unserer Kinder ist in vielen Bereichen besonders, hat viele Ängste und soziale Unsicherheiten. Es eckt oft an mit seinem Verhalten, seiner Lautstärke, seinen Eigenarten. Und nicht zuletzt für dieses Kind stelle ich mir einen tierischen Freund als wunderbares Geschenk vor, als Begleiter und vielleicht Angstgemeinsambesieger.

Tine Wittler und Marie Kondo ebnen den Weg zum Vierbeiner

Der Göttergatte ist auch nicht mehr ganz abgeneigt. Nur eine Bedingung hat er gestellt. Bevor ein Hund einzieht, muss die Bude hier erstmal entrümpelt werden. Und da hat er Recht. Im Moment haben wir in unserem Häuschen überhaupt keinen Platz für ein so großes Tier. Und die Unordnung und Überfüllung hier stört mich auch selbst schon lange.

Frau mit Hakuna Matata Shirt
Im Überzeugen war ich eben schon immer gut 🙂

Mit dem Ziel Familienhund vor Augen, sind die Kinder und ich jedenfalls motivierter als zuvor. Nächste Etappe auf dem Weg zum Wau ist also der Tine-Wittler-Marie-Kondo-Boogie durch alle Zimmer und wahrscheinlich eine Million Fahrten zum Wertstoffhof, dem Second-Hand-Laden und Co.

Ein Berne…was?

Plan ist ohnehin den Hund erst gegen Ende des Jahres zu uns zu holen. Da aber Vorfreude und Planen quasi meine zweiten Vornamen sind, habe ich in den letzten Wochen intensiv Recherche betrieben, welche Hunderassen zu uns passen würden. Und nach Kurzem hatten wir den perfekten Kandidaten: Einen Bernedoodle!

Ein großer schwarzer Hund ist zu sehen - ein Bernedoodle
Ein Bernedoodle – halb Berner Sennenhund halb Pudel

Halb Berner Sennenhund (wie der berühmte „Keks“ aus Löwenzahn…) und halb Pudel, allergikergeeignet, wenig haarend, kein Extremsportler, der drei Stunden täglich laufen muss, kinderlieb.  Alles was wir wollten und dabei so dermaßen süß, dass ich total schockverliebt bin. Ich folge seither George the Bernedoodle auf Instagram. Noch Fragen?

So viel also bisher von der „On our road to family dog“ und so. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Und wenn Du schon der absolute Vollprofi in Sachen Bernedoodle bist.. schreib mich gern an, oder lass mir ein paar Tipps in den Kommentaren da.

Monatsfazit Januar

Joa, es war kein leichter, beschwingter Start ins Neue Jahr. Eher so ein wenig holprig…quasi Buckelpistenfahrt mit ordentlicher Landung auf dem Allerwertesten. Egal. Wir sind wieder aufgestanden und das zählt.

Ich verbuche es als kostenloses Resilienztraining für die ganze Familie und blicke optimistisch auf die kommenden Monate und das ganze Jahr. 2022 wird ein super Jahr. Da bin ich sicher.

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